Gemeindeverbände AKTUELL Nr. 1 / 2017

GemeindeVerbände AKTUELL  Nr. 1 / 2017
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Die Organisation wird angepasst, neue Prozesse werden generiert und Verantwortlichkeiten ändern sich.

Diese nunmehr unregelmäßig erscheinende Informationsbroschüre soll Ihnen ein aktueller Wegweiser durch den Prozess der Kooperation sein. Hier werden Sie zum Beispiel stets Ihre Ansprechpartner für die einzelnen Fachgebiete finden und somit auf einen Blick erfassen können, wer für was verantwortlich ist und Ihnen bei konkreten Fragen helfen kann. Hier werden wir Ihnen diese neuen Mitarbeiter auch nach und nach vorstellen, damit Sie dem jeweiligen Namen ein Gesicht zuordnen können.

Wir wollen Sie aber auch in dem konkreten Prozess der weiteren Kooperation begleiten und werden hier deshalb immer wieder kurze Aus- und Rückblicke zu einzelnen Themenfeldern geben. Dieses Informationsheft wird viele Themen aber bewusst nur anreißen können – wenn Sie konkrete Nachfragen haben, dann stehen wir Ihnen jederzeit persönlich Rede und Antwort.

Ich freue mich auf unseren gemeinsamen weiteren Weg.



Wir wollen Sie auch in dem konkreten Prozess der weiteren Kooperation begleiten.

Josef Mertens, Geschäftsführer

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Basisarbeit hinter den Kulissen

„Das wird sicherlich sehr interessant!“ Anna Eickelmann blickt ebenso motiviert wie gespannt auf ihre neue Stelle im Projekt-Office der Kooperation Hellweg-Hochsauerland/ Waldeck und Siegerland-Südsauerland. „An solch einem dynamischen Prozess direkt beteiligt und quasi mittendrin zu sein, ist eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“, sagt sie. Die gelernte Justiz-Fachangestellte arbeitet bereits seit 2008 beim Gemeindeverband in Meschede – unter anderem in der Buchhaltung. Nach ihrer Elternzeit gehört sie jetzt wieder zum Team.

Ihre neue Aufgabe umfasst beispielsweise die Vorbereitung von Veranstaltungen, dazu gehört die Visualisierung im Zusammenhang mit Präsentationen genauso wie die Kommunikation im Vorfeld oder die Planung des Ablaufs. „Basisarbeit hinter den Kulissen mit einer großen Bandbreite“, bringt es die 30-Jährige aus Sundern-Endorf auf den Punkt: „Bei einem Projekttag zum Beispiel 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterzubringen und im Team alles so zu organisieren und zu strukturieren, dass es reibungslos läuft, ist ausgesprochen vielfältig und interessant.“

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An solch einem dynamischen Prozess direkt beteiligt und quasi mittendrin zu sein, ist eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue.

Anna Eickelmann, Projekt-Office der Kooperation
Hellweg, Hochsauerland-Waldeck und Siegerland-Südsauerland

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„In jeglicher Hinsicht ein Gewinn“

Erster Stellenwechsel im Zuge des Kooperationsprojektes: Harald Schlömer im Interview

Seit August ist Harald Schlömer zusammen mit Ralf Neubecker im Fachbereich „Organisation/Bau/Immobilien“ ausschließlich für die Betreuung der Kirchengemeinden zuständig: Dafür ist er im Zuge des Kooperationsprojektes von Soest nach Meschede gewechselt. Zuvor hat Harald Schlömer für den Gemeindeverband Hellweg nicht nur den Baubereich „Kirchengemeinden“ betreut, sondern auch den Bereich der Kita gGmbH. Dieser Bereich wird nun für beide Kita-Gesellschaften von Frank Butterweck und Jörg Feistel betreut.

 

Was haben Sie bei Ihrem Wechsel vom Standort Soest nach Meschede empfunden?

Harald Schlömer: Für mich war der Wechsel eigentlich kein Problem. Zum einen wohne ich genau an der Grenze beider Verbandsgebiete. Zum anderen hat sich der Übergang für mich äußerst sanft gestaltet: Bereits Anfang des Jahres bin ich einmal pro Woche nach Meschede gefahren, um die neuen Kollegen und das neue Aufgabenfeld kennenzulernen. Natürlich gab es auch dort komplizierte Bauprojekte, in die ich mich erst einarbeiten musste, aber bei Fragen konnte ich mich jederzeit an meinen Vorgänger Frank Butterweck wenden: Dieser ist im Gegenzug zum Standort Soest gewechselt und betreut dort nun gemeinsam mit Jörg Feistel die beiden Kita gGmbHs. Wir stehen nach wie vor im engen Kontakt.

 

Was sind aus Ihrer Sicht die Vorteile der Kooperation?

Harald Schlömer: Es gibt zahlreiche Vorteile. Unter anderem stellt die Veränderung eine optimale Urlaubsvertretung sicher, weil wir nun untereinander sehr viel flexibler arbeiten können. Ein weiterer Vorteil ist es, dass ich mich nun ausschließlich auf den Bereich „Kirchengemeinden“ fokussieren kann – und nicht mehr zwischen den unterschiedlichen Bereichen hin und her switchen muss.

 

 

Was hat sich innerhalb Ihres Arbeitsplatzes verändert?

Harald Schlömer: Die Aufgabereiche im „Baubereich“ sind nun klar getrennt. Die Kita gGmbH werden jetzt vom Standort Soest aus betreut - und die Kirchengemeinden vom Standort Meschede. In der täglichen Praxis bringen die klaren Aufgabenzuschnitte etliche Vorteile mit sich: Viele Fragen lassen sich nun mit dem Kollegen direkt über den Schreibtisch klären. Die kurzen Wege sind auch zum Vorteil der Kirchengemeinden, weil sich viele Arbeiten einfach schneller erledigen lassen.

 

 

Wie war die Reaktion Ihrer Kolleginnen und Kollegen?

Harald Schlömer: Natürlich gab es einige, die dem Ganzen etwas skeptisch gegenüberstanden. Aber ich kann sagen, dass der Wechsel für mich gar nicht schlimm gewesen ist – und dass diese Veränderung viele Vorteile mit sich gebracht hat. Die damaligen Kollegen sehe ich derzeit natürlich nicht so regelmäßig, aber wir stehen nach wie vor im engen Kontakt. Außerdem habe ich neue Kolleginnen und Kollegen gewonnen, sodass die Kooperation auch unter diesem Gesichtspunkt ein Gewinn ist.



In der täglichen Praxis bringen die klaren Aufgabenzuschnitte etliche Vorteile mit sich.

Harald Schlömer

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Zielbewusst auf dem Weg

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Das „Projekt Gemeindeverbände“ begleitet viele von uns schon seit einer langen Zeit.

Wir haben vieles diskutiert, durchdacht, verworfen und schließlich gemeinsam beschlossen und auf den Weg gebracht.

In Rahmen eines solchen umfangreichen Prozesses ist es immer wieder wichtig, sich in regelmäßigen Abständen die Ziele des gemeinsamen Projektes erneut vor Augen zu führen und damit zu überprüfen, wie weit der Weg schon gegangen wurde. Nur so können Hindernisse rechtzeitig erkannt werden und Weichen gegebenenfalls neu gestellt werden. Dieser kritische Blick auf den Prozess erlaubt uns, nicht nur das Negative und Gefahren zu sehen – vor allem spiegelt er auch wider, was wir schon alles geschafft haben und welche Steine im Weg wir schon beiseite getragen haben.

Alle Beteiligten können stolz darauf sein, dass der gemeinsame Weg bis zum heutigen Tag mit einem solch besonderen Engagement und Vertrauen von allen Seiten beschritten worden ist. Es war immer eine Herausforderung und es wird auch in Zukunft immer wider neue Herausforderungen geben. Oftmals werden wir gemeinsam die gewohnten Wege verlassen müssen, um neue Richtungen einzuschlagen. Neue Wege sind aber auch ungewohnte Routen. Und deshalb ist es wichtig, dass wir stets eng und überzeugt beisammenstehen, wenn es gilt, die richtigen Entscheidungen zu treffen und diese dann auch zu vertreten.

Auf Seite 2 finden Sie die fünf wesentlichen Ziele, die wir als Überschriften für den Kooperationsprozess der Gemeindeverbände herausgearbeitet haben. Diese fünf Ziele spiegeln den verantwortungsvollen Umgang aller Entscheidungsträger mit der Kooperation wider. Niemand hat es sich leicht gemacht – aber alle haben auch die Notwendigkeit gesehen, dass nur ein starker und professioneller Gemeindeverband auf Dauer den Herausforderungen einer zeitgemäßen und modernen Kirchenverwaltung gewachsen sein wird.

Die Sicherung und Stabilität der Standorte und die Weiterentwicklung zu modernen, kundenorientierten Kompetenzzentren mit entsprechend angemessenen Kapazitäten sind wesentliche Antriebsfedern für die Kooperation. Allen Beteiligten ist klar gewesen, dass eine professionelle und im höchsten Maße kundenorientierte Arbeit der Gemeindeverbände nur dann dauerhaft gewährleistet werden kann, wenn Kräfte, Erfahrung und Wissen gebündelt werden.

Dabei war allen Entscheidungsträgern wichtig, dass die gewählte Form der Kooperation zu dieser Zeit der richtige Schritt ist. Trotzdem verbaut keine Entscheidung den Weg, die Kooperation in der nunmehr gewählten Form in der Zukunft fortzuführen, auszubauen oder auch zu korrigieren.

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